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APA 7 zitieren: im Text, mit Seitenzahl und im Literaturverzeichnis

|10 min Lesezeit

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Die kurze Antwort

APA 7 belegt im Text mit Nachname und Jahr — (Müller, 2023) — und bei wörtlichen Zitaten zusätzlich mit der Fundstelle: (Müller, 2023, S. 47). Ab drei Autor:innen steht ab dem ersten Beleg „et al.“. Im Literaturverzeichnis steht dazu genau ein Eintrag nach dem Muster: Müller, A. (2023). Titel des Werks. Verlag. Jeder Kurzbeleg im Text muss einen Eintrag im Verzeichnis haben und jeder Eintrag mindestens einen Beleg im Text.

Der letzte Satz ist der, an dem die meisten Arbeiten scheitern — nicht an der Formatierung einzelner Einträge. Ein Verzeichnis, das drei Werke enthält, die im Text nie auftauchen, ist auffälliger als ein falsch gesetzter Punkt, weil es aussieht, als sei die Literaturliste vor dem Text entstanden.

Wie zitiere ich in APA 7 im Text?

APA 7 ist ein Autor-Jahr-System. Es gibt keine Fußnoten für Quellenbelege, keine „Vgl.“ und keine „ebd.“ — der Kurzbeleg steht im Fließtext, und zwar in einer von zwei Formen.

In Klammern (parenthetisch), wenn die Aussage im Vordergrund steht:
Homeoffice erhöht die berichtete Zufriedenheit, senkt aber die informelle Kommunikation (Bergmann, 2021).

Im Satz (narrativ), wenn die Person im Vordergrund steht:
Bergmann (2021) führt den Rückgang auf fehlende Zufallsbegegnungen zurück.

Zwei Dinge entscheiden hier über die Note, und beide sind keine Formfragen:

  • Der Beleg gehört an die Aussage, nicht ans Absatzende. Ein Beleg nach dem letzten Satz eines achtzeiligen Absatzes lässt offen, ob er für den ganzen Absatz gilt oder nur für den letzten Satz. Wenn ein längerer Gedankengang aus einer Quelle stammt, kündige das an: Bergmann (2021) unterscheidet drei Phasen. Zunächst …
  • Mehrere Quellen in einer Klammerwerden alphabetisch geordnet und mit Semikolon getrennt: (Bergmann, 2021; Novak & Fischer, 2019; Weber, 2024). Nicht nach Jahr, nicht nach gefühlter Wichtigkeit.

Wann brauche ich eine Seitenzahl?

Immer beim wörtlichen Zitat. Bei sinngemäßen Übernahmen empfiehlt APA 7 die Seitenangabe, schreibt sie aber nicht vor. Viele deutsche Institute verlangen sie trotzdem durchgehend — prüfe den Leitfaden deines Instituts, seine Vorgabe geht vor.

Kurzes wörtliches Zitat (unter 40 Wörter) steht in Anführungszeichen im Fließtext:
Die Autorin beschreibt den Effekt als „eine Verschiebung, die sich erst nach Monaten in den Kennzahlen zeigt“ (Bergmann, 2021, S. 112).

Langes wörtliches Zitat (ab 40 Wörter) wird als eingerückter Block ohne Anführungszeichen gesetzt, und der Beleg steht nach dem abschließenden Punkt — anders als beim kurzen Zitat, wo der Punkt hinter die Klammer kommt. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen APA die Zeichensetzung wirklich umdreht.

Weitere Fundstellenangaben, wenn es keine Seitenzahl gibt:

  • Mehrere Seiten: (Bergmann, 2021, S. 112–114)
  • Absatz in einer Webseite ohne Seiten: (Bergmann, 2021, Abs. 4)
  • Abschnitt mit Überschrift: (Bergmann, 2021, Abschnitt „Methodik“)
  • Zeitstempel bei Video oder Audio: (Bergmann, 2021, 12:04)

Mehrere Autor:innen: die et-al.-Regel

Hier hat sich zwischen APA 6 und APA 7 etwas geändert, und veraltete Vorlagen halten den alten Stand hartnäckig am Leben.

AnzahlIm Text (Klammer)Im Text (Satz)
1(Bergmann, 2021)Bergmann (2021)
2(Novak & Fischer, 2019)Novak und Fischer (2019)
3 und mehr(Schneider et al., 2022)Schneider et al. (2022)

Die Änderung: In APA 7 gilt „et al.“ ab drei Personen ab dem ersten Beleg. In APA 6 wurden beim ersten Mal noch alle Namen ausgeschrieben. Wenn deine Arbeit an einer Stelle „(Schneider, Hoffmann & Krüger, 2022)“ und an anderer „(Schneider et al., 2022)“ enthält, hast du vermutlich eine APA-6-Vorlage geerbt.

Der Sonderfall, den kaum jemand kennt:Wenn zwei verschiedene Quellen mit „et al.“ zum selben Kurzbeleg zusammenfallen würden — etwa Schneider, Hoffmann und Krüger (2022) und Schneider, Hoffmann und Weber (2022) —, nennst du so viele Namen, wie zur Unterscheidung nötig sind: (Schneider, Hoffmann, & Krüger, 2022) gegenüber (Schneider, Hoffmann, & Weber, 2022).

Das Ampersand-Detail:„&“ steht nur innerhalb der Klammer. Im laufenden Satz schreibst du „und“ aus. Im Literaturverzeichnis steht wieder „&“ vor der letzten Person.

Wie sieht das Literaturverzeichnis aus?

Eine einzige alphabetische Liste, ohne Nummerierung, ohne Trennung nach Quellentyp, mit hängendem Einzug: Die erste Zeile jedes Eintrags steht links, die Folgezeilen sind eingerückt. Das ist in Word eine Absatzeinstellung, keine Sache von Tabulatoren.

Buch:
Bergmann, A. (2021). Arbeit ohne Ort: Zur Soziologie des Homeoffice. Campus.

Sammelbandbeitrag:
Novak, T., & Fischer, L. (2019). Vertrauen in verteilten Teams. In M. Kaiser (Hrsg.), Organisation und Distanz (S. 88–107). Springer.

Zeitschriftenartikel mit DOI:
Schneider, P., Hoffmann, K., & Krüger, J. (2022). Selbstbestimmung und Erschöpfung im mobilen Arbeiten. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 76(3), 245–261. https://doi.org/10.1007/s41449-022-00312-w

Webseite:
Statistisches Bundesamt. (2026, 12. März). Erwerbstätigkeit im Homeoffice. destatis.de. https://www.destatis.de/…

Vier Regeln, die man dem Muster ansieht, wenn man weiß, wonach man sucht:

  • Kein Verlagsort. APA 7 hat ihn gestrichen. „Wiesbaden: Springer“ ist APA 6.
  • Der DOI ist eine vollständige URL in der Form https://doi.org/… — ohne vorangestelltes „doi:“, ohne „Abgerufen von“. Existiert ein DOI, hat er Vorrang vor der Verlags-URL.
  • Nur der erste Buchstabe des Titels wird großgeschrieben, plus Untertitel nach dem Doppelpunkt und Eigennamen. Bei deutschen Titeln bleiben Substantive natürlich groß — die Rechtschreibung sticht die Formatregel.
  • Bis 20 Namen werden alle genannt. Erst ab 21 Personen listest du die ersten 19, setzt drei Auslassungspunkte und ergänzt die letzte Person. „et al.“ steht im Verzeichnis nicht.

Wie du die Liste ordnest, welche Werke hineingehören und wie du gegen den Text abgleichst, steht ausführlich in Literaturverzeichnis erstellen.

Ohne Autor, ohne Jahr, ohne Seitenzahl

  • Kein Autor. Der Titel rückt an die Autorenstelle, im Verzeichnis wie im Kurzbeleg: („Digitalisierung im Mittelstand“, 2024). Bei Institutionen ist die Institution die Urheberin — Bundesministerium für Arbeit und Soziales, nicht „o. V.“
  • Kein Jahr. „o. D.“ in deutschsprachigen Arbeiten, „n.d.“ in englischsprachigen: (Bergmann, o. D.). Halte eine Variante konsequent durch.
  • Zwei Erstautor:innen mit gleichem Nachnamen. Dann kommen die Initialen in den Kurzbeleg: (A. Bergmann, 2021) und (M. Bergmann, 2019).
  • Sekundärzitat. Wenn du das Original nicht gelesen hast, muss das sichtbar sein: (Weber, 1922, zitiert nach Bergmann, 2021, S. 33). Ins Literaturverzeichnis kommt nur die Quelle, die du tatsächlich gelesen hast — hier Bergmann. Das ist keine Formalie: Ein als eigen ausgegebenes Sekundärzitat ist eine Redlichkeitsfrage.
  • Gesetze und Urteile folgen in APA nicht diesem Muster, sondern eigenen, rechtsraumabhängigen Konventionen. In deutschen Arbeiten zitierst du sie nach deutscher juristischer Praxis — siehe Gesetze zitieren.

APA 7 auf Deutsch: was anders ist

Das APA-Handbuch ist auf Englisch geschrieben. Für deutschsprachige Arbeiten hat sich eine angepasste Praxis etabliert — unter anderem durch die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie —, und genau hier entstehen die meisten Uneinheitlichkeiten, weil Generatoren englische Abkürzungen ausgeben und Betreuende deutsche erwarten.

Englisch (APA-Original)Deutschsprachige Praxis
p. 47 / pp. 47–49S. 47 / S. 47–49
(Ed.) / (Eds.)(Hrsg.)
n.d.o. D.
2nd ed.2. Aufl.
Retrieved March 12, 2026, fromAbgerufen am 12. März 2026 von

„et al.“ bleibt in beiden Sprachen stehen, weil es lateinisch ist und nicht englisch. Was du nicht tun solltest: die Sprache innerhalb einer Arbeit mischen. Eine deutsche Arbeit, in der bei englischen Quellen plötzlich „pp.“ und „(Eds.)“ auftaucht, sieht nach Copy-and-paste aus dem Generator aus — und ist meistens genau das. Die Abkürzungen richten sich nach der Sprache deiner Arbeit, nicht nach der Sprache der Quelle. Der Titel der Quelle bleibt selbstverständlich im Original.

Und die wichtigste Einschränkung überhaupt: Der Leitfaden deines Instituts sticht alles auf dieser Seite. Viele Fachbereiche geben eine eigene APA-Variante heraus, die in Details abweicht — durchgehende Seitenangaben auch bei sinngemäßen Zitaten, ein getrenntes Verzeichnis für Internetquellen, ein bestimmtes Datumsformat. Wenn dein Institut etwas anderes sagt als dieser Text, gilt das Institut.

Die Fehler, die auffallen

  1. Gemischte Auflagen. Verlagsort bei einem Buch, keiner beim nächsten; alle Namen beim Erstbeleg hier, „et al.“ dort. Das ist der häufigste Abzug und der leichteste zu vermeiden.
  2. Wörtliches Zitat ohne Seitenzahl. Fällt sofort auf, weil die Anführungszeichen die Erwartung setzen.
  3. a/b-Suffixe, die auseinanderlaufen. Im Text steht (Bergmann, 2021a), im Verzeichnis trägt dasselbe Werk das b. Passiert regelmäßig, wenn nachträglich eine Quelle ergänzt wird.
  4. DOIs, die nicht auflösen. Ein DOI aus einem KI-Chat sieht echt aus und führt oft ins Leere. Öffne jeden DOI einmal, bevor du abgibst.
  5. Einträge ohne Textbeleg — und Belege ohne Eintrag. Der Fehler, den man am schwersten selbst sieht, weil man beim Korrekturlesen dem Text folgt und nicht der Liste.

Gegen den letzten Punkt hilft ein mechanischer Abgleich. Unser Zitations-Check gleicht die Kurzbelege im Text gegen das Literaturverzeichnis ab und markiert wörtliche Zitate ohne erkennbaren Beleg in der Nähe. Er vergibt keinen Ähnlichkeitswert — den kann er nicht messen, und wir behaupten es auch nicht.

Häufig gestellte Fragen

Wie zitiert man nach APA 7 im Text?

Mit einem Kurzbeleg aus Nachname und Jahr: (Müller, 2023) in Klammern oder „Müller (2023) zeigt …“ im Satz. Bei einem wörtlichen Zitat kommt die Fundstelle dazu: (Müller, 2023, S. 47). Der Kurzbeleg steht direkt bei der übernommenen Aussage, nicht erst am Absatzende — sonst ist nicht erkennbar, wie weit die Übernahme reicht.

Braucht ein APA-7-Beleg immer eine Seitenzahl?

Nein. Verpflichtend ist sie bei wörtlichen Zitaten. Bei sinngemäßen Übernahmen empfiehlt APA 7 die Seitenangabe ausdrücklich, verlangt sie aber nicht. Praktisch gilt: Je konkreter die Aussage, desto eher gehört die Fundstelle dazu — eine Zahl aus Tabelle 3 ohne Seitenzahl ist für Prüfende nicht auffindbar. Viele Institute verlangen sie generell; deren Vorgabe geht vor.

Ab wann schreibe ich „et al.“ in APA 7?

Ab drei Autor:innen, und zwar ab dem ersten Beleg: (Schneider et al., 2022). Das ist die Änderung gegenüber APA 6, wo beim ersten Mal noch alle Namen genannt wurden. Bei zwei Autor:innen werden immer beide genannt, verbunden mit „&“ in der Klammer und mit „und“ im laufenden Satz.

Wie ordne ich das Literaturverzeichnis in APA 7?

Alphabetisch nach dem Nachnamen der Erstautor:in, in einer einzigen Liste ohne Nummerierung und ohne Trennung nach Quellentyp. Mehrere Werke derselben Person stehen chronologisch aufsteigend; bei gleichem Jahr bekommen sie die Zusätze a, b, c — vergeben nach der alphabetischen Reihenfolge der Titel und identisch im Text verwendet.

Was mache ich, wenn eine Quelle keinen Autor hat?

Dann rückt der Titel an die Autorenstelle — im Verzeichnis wie im Text. Der Kurzbeleg nutzt eine gekürzte Titelfassung: („Digitalisierung im Mittelstand“, 2024). Bei Berichten von Organisationen ist die Organisation die Urheberin, nicht „Anonymous“. Fehlt zusätzlich das Jahr, steht „o. D.“ in deutschsprachigen und „n.d.“ in englischsprachigen Arbeiten.

Wie zitiere ich einen Zeitschriftenartikel mit DOI?

Muster: Nachname, V. (Jahr). Titel des Artikels. Zeitschriftenname, Jahrgang(Heft), Seiten. https://doi.org/10.xxxx/xxxxx — der DOI wird in APA 7 als vollständige URL geschrieben, ohne den Zusatz „doi:“ und ohne „Abgerufen von“. Existiert ein DOI, hat er Vorrang vor jeder anderen URL, weil er stabil bleibt, wenn die Zeitschrift ihre Website umbaut.

Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos

Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.