Plagiatsprüfung TUM: anonym einreichen ist ausdrücklich erlaubt
Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos
Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.
Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.
Die kurze Antwort
Die TUM School of Engineering and Design prüft mit Turnitin. Den Zugang haben ausschließlich Beschäftigte, höchstens drei pro Lehrstuhl. Sie müssen darüber informiert werden, dass Ihre Arbeit geprüft und gespeichert wird — und Sie dürfen sie anonymisiert einreichen. Die TUM hält in denselben Nutzungsbedingungen fest, dass die Software ein Fehlverhalten nicht feststellen kann.
Eine Einordnung vorweg: Die TUM ist groß und in Schools gegliedert. Die Regeln, um die es hier geht, sind die der School of Engineering and Design. Für andere Bereiche kann anderes gelten — fragen Sie im Zweifel Ihr Prüfungsamt. Dieselbe Dezentralität, aus einem anderen Grund, finden Sie an der LMU München.
Turnitin, und wer es bedienen darf
- Software: Turnitin, erreichbar über turnitin.tum.de mit TUM-Login.
- Wer: nur TUM-Beschäftigte, und die Nutzung ist „zunächst auf einzelne (max. 3) Personen pro Lehrstuhl/Fachgebiet beschränkt“.
- Wie oft: Die Zahl der Prüfungen ist nicht beschränkt.
- Freiwillig für Prüfende: Es besteht für niemanden die Pflicht, sich für den Dienst registrieren zu lassen.
Als Studierende oder Studierender haben Sie also keinen eigenen Zugang. Wenn Sie vor der Abgabe selbst nachsehen wollen, ob Ihre Zitierweise trägt, ist das ein anderer Weg — und die Zahl, die dabei herauskommt, ist mit Vorsicht zu genießen, siehe Wie viel Prozent Plagiat sind erlaubt?
Sie dürfen anonym einreichen
Das ist der Punkt, der in dieser Serie am seltensten bekannt ist, und er steht wörtlich in den Nutzungsbedingungen:
„Es wird durch die TUM School of Engineering and Design (ED) ausdrücklich empfohlen und muss zugelassen werden, dass Arbeiten anonym eingereicht werden. Dazu liefert der/die Autor*in selbstständig eine elektronische Version der Arbeit, die keine Rückschlüsse auf die Person zulässt, das bedeutet insbesondere, dass Namen, Matrikelnummer oder ähnliches entfernt werden.“
„Muss zugelassen werden“ ist eine starke Formulierung. Sie richtet sich an die prüfende Person, nicht an Sie — es ist also nichts, was Sie beantragen müssten. Praktisch heißt das: Bereiten Sie eine zweite, bereinigte Datei vor, in der Deckblatt, Name, Matrikelnummer, Danksagung und die eidesstattliche Erklärung entfernt sind, und geben Sie diese für die Prüfung ab.
Der Grund ist der Punkt davor: Ihre Arbeit wandert in die Vergleichsdatenbank. Die Autorinnen und Autoren „sind darauf hinzuweisen, dass ihre Arbeit geprüft wird und dass die übermittelten Texte zur Prüfung anderer Arbeiten gespeichert werden“. Anonym einreichen heißt: Der Text wird gespeichert, Ihr Name nicht.
Was die TUM über die Grenzen der Software sagt
Der zweite bemerkenswerte Satz, aus demselben Dokument:
„Die Verantwortung für die Interpretation des Analyseergebnisses obliegt dem/der Nutzer*in. Dabei ist zum Schutz der Autor*innen größte Sorgfalt walten zu lassen, um mögliche falsche Anschuldigungen zu vermeiden. In keinem Fall kann die Software selbst eine mögliche Verletzung der Richtlinien der Guten Wissenschaftlichen Praxis prüfen.“
Drei Aussagen in drei Sätzen, und alle drei sind für Betroffene wichtig. Die Verantwortung liegt bei einem Menschen. Der Schutz vor falschen Anschuldigungen ist ausdrücklich benannt. Und die Software kann eine Verletzung der guten wissenschaftlichen Praxis in keinem Fall feststellen.
Wenn Sie mit einem Ähnlichkeitsbericht konfrontiert werden, ist das deshalb kein Nachweis, sondern der Anfang eines Gesprächs. Was Sie dann sammeln sollten, steht in unserem Text zum Plagiats- oder KI-Vorwurf.
Datenschutz: Speicherung außerhalb der EU
Die Nutzungsbedingungen sind hier ungewöhnlich offen. Die geprüften Werke und die Registrierungsdaten „werden unter Umständen außerhalb der Europäischen Union verarbeitet und gespeichert“, und die „Einhaltung Europäischer Datenschutzstandards kann daher nicht garantiert werden“.
Die Einwilligung kann widerrufen werden; die School wirkt dann beim Betreiber auf Löschung hin — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Durchsetzbarkeit dieses Anspruchs nicht garantiert werden kann, weil die Daten möglicherweise außerhalb des europäischen Rechtsgebiets liegen.
Das ist ein weiteres Argument für die anonymisierte Fassung: Was ohne Ihren Namen übermittelt wird, ist als Textkörper gespeichert und nicht als Ihr Textkörper.
Arbeiten mit Geheimhaltungsvereinbarung
Wer die Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreibt, hat oft einen Sperrvermerk oder eine NDA im Rücken. Dazu ist die Ansage eindeutig: Enthalten die Arbeiten vertrauliche Informationen, „wird von einer Nutzung des Dienstes durch die ED abgeraten, wenn diese Passagen nicht gelöscht werden“.
Sprechen Sie das aktiv an, bevor Ihre Arbeit hochgeladen wird — nicht danach. Ein hochgeladener Text ist in der Datenbank. Worauf Sie bei einer Arbeit im Unternehmen sonst noch achten müssen, steht in Abschlussarbeit im Unternehmen und im Text zum Sperrvermerk.
KI-Nutzung an der TUM
Die TUM ist eine bayerische staatliche Hochschule. Es gilt daher der Rahmen aus KI-Regeln an bayerischen Hochschulen: ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel, ein Täuschungsversuch liegt bereits bei einer Täuschung über die Eigenständigkeit vor, und ein Verstoß gegen die unterschriebene Eigenständigkeitserklärung kann nach § 156 StGB relevant werden.
Eine TUM-Besonderheit ist erwähnenswert: An der TUM ist das Bayerische Kompetenzzentrum für Fernprüfungen angesiedelt, dessen Einschätzungen zum Umgang mit ChatGPT in Fernprüfungen im Gutachten der Stabsstelle IT-Recht mehrfach herangezogen werden. Für Online-Prüfungen heißt das konkret: Auch dort gilt die Prüfungsordnung, unzulässige Hilfsmittel bleiben unzulässig, und der Einsatz von Lockdown-Browsern ist unter den Voraussetzungen des § 4 Abs. 4 BayFEV rechtlich zulässig.
Die TUM hat darüber hinaus eine eigene KI-Strategie veröffentlicht, die den Rahmen für den Einsatz von KI in Forschung, Lehre und Verwaltung beschreibt. Solche Strategiepapiere konkretisieren — verbindlich für Ihre Prüfung ist die Prüfungsordnung Ihres Studiengangs.
Quellen
Geprüft am 3. September 2026. Die zitierten Nutzungsbedingungen gelten für die TUM School of Engineering and Design.
- TUM School of Engineering and Design: Information zur Nutzung von Turnitin — Hinweispflicht, anonyme Einreichung, Grenzen der Software, Datenschutz, Geheimhaltung.
- TUM School of Engineering and Design: Plagiarism Check — Zugang über turnitin.tum.de.
- Stabsstelle IT-Recht der bayerischen staatlichen Hochschulen: Prüfungsrechtliche Fragen zu ChatGPT — Fernprüfungen, BayFEV, Hilfsmittelbegriff.
Diese Seite ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihre Prüfungsordnung und die Auskunft Ihres Prüfungsamts.
Häufig gestellte Fragen
Welche Plagiatssoftware nutzt die TU München?
Die TUM School of Engineering and Design setzt Turnitin ein; die Anmeldung läuft über turnitin.tum.de mit TUM-Login. Der Zugang ist auf Beschäftigte beschränkt und zusätzlich auf maximal drei Personen pro Lehrstuhl oder Fachgebiet begrenzt, die Zahl der Prüfungen selbst ist unbegrenzt. Beachten Sie: Diese Regelung gilt für die School of Engineering and Design — die TUM ist groß, andere Schools können es anders handhaben.
Darf ich meine Arbeit an der TUM anonym zur Plagiatsprüfung einreichen?
Ja, und das ist ausdrücklich so vorgesehen. In den Nutzungsbedingungen heißt es, es werde „ausdrücklich empfohlen und muss zugelassen werden, dass Arbeiten anonym eingereicht werden“. Sie liefern dafür selbst eine elektronische Fassung, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt — insbesondere ohne Namen und ohne Matrikelnummer. Das ist ein Recht, das viele Studierende nicht kennen.
Muss ich informiert werden, dass meine Arbeit geprüft wird?
Ja. Die Nutzungsbedingungen verpflichten die prüfende Person dazu: Die Autorinnen und Autoren „sind darauf hinzuweisen, dass ihre Arbeit geprüft wird und dass die übermittelten Texte zur Prüfung anderer Arbeiten gespeichert werden“. Der zweite Teil ist der wichtigere — Ihre Arbeit wird Teil der Vergleichsdatenbank und dient künftig der Prüfung fremder Arbeiten.
Kann Turnitin an der TUM ein Fehlverhalten nachweisen?
Nein, und die TUM sagt das selbst. In den Nutzungsbedingungen steht: „In keinem Fall kann die Software selbst eine mögliche Verletzung der Richtlinien der Guten Wissenschaftlichen Praxis prüfen.“ Die Verantwortung für die Interpretation liegt bei der prüfenden Person, die dabei „größte Sorgfalt“ walten lassen muss, „um mögliche falsche Anschuldigungen zu vermeiden“. Der Bericht ist ein Ausgangspunkt, kein Beweis.
Was gilt für Abschlussarbeiten mit Geheimhaltungsvereinbarung?
Hier rät die School ausdrücklich ab: Enthält eine Arbeit vertrauliche Informationen, etwa wegen bestehender Geheimhaltungsvereinbarungen mit einem Unternehmen, wird von einer Nutzung des Dienstes abgeraten, solange diese Passagen nicht gelöscht sind. Die Verantwortung trägt die prüfende Person. Weisen Sie bei einer Arbeit im Unternehmen aktiv auf den Sperrvermerk hin, bevor Ihre Arbeit hochgeladen wird.
Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos
Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.
Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.