← Zurück zum Blog

Plagiatsprüfung LMU München: je Fakultät verschieden

|9 min Lesezeit

Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos

Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.

Die kurze Antwort

Die LMU München prüft nicht zentral, sondern je Fakultät. Es gibt keine universitätsweite Software und keine universitätsweite Regel, welche Arbeiten geprüft werden — für Dissertationen der Medizinischen Fakultät ist iThenticate vorgeschrieben, andere Fächer setzen andere Systeme ein. Wird ein Täuschungsversuch festgestellt, gilt die Leistung als „nicht bestanden“, der direkte Wiederholungsversuch entfällt, und der Vorgang wird im Kontoauszug vermerkt.

Wer von einer anderen Hochschule kommt, unterschätzt diesen Unterschied leicht. An der Universität Wien gibt es genau einen verbindlichen Weg für die ganze Universität. An der LMU ist die zuständige Ebene die Fakultät, teilweise das Institut.

Warum es keine einheitliche Prüfung gibt

Die LMU ist eine Volluniversität mit sehr unterschiedlichen Fächern, und die Prüfungspraxis folgt dieser Struktur. In der Übersicht der an bayerischen Hochschulen eingesetzten Systeme tauchen für die LMU mehrere Produkte nebeneinander auf — genannt wurden iThenticate, Turnitin, Ephorus, Docoloc und Urkund.

Praktisch heißt das für Sie dreierlei:

  • Es gibt keine Antwort, die für die ganze LMU stimmt. Wer Ihnen sagt, „die LMU prüft mit X“, kennt bestenfalls seine eigene Fakultät.
  • Die verbindliche Auskunft kommt von Ihrem Prüfungsamt oder aus dem Merkblatt Ihres Instituts — nicht aus einem Forum und nicht von dieser Seite.
  • Die digitale Abgabe ist oft der Hinweis. Wenn ein Institut die elektronische Fassung verlangt, obwohl die gedruckte reicht, geschieht das in aller Regel genau zum Zweck der Prüfung. Am Historischen Seminar etwa müssen schriftliche Arbeiten digital eingereicht werden, und jede eingereichte Arbeit wird mit Software darauf geprüft, ob andere als die angegebenen Quellen verwendet wurden.

Medizinische Fakultät: iThenticate über die MMRS

Der am klarsten geregelte Fall an der LMU, und der Grund, warum „plagiatsprüfung lmu medizin“ eine eigene Suchanfrage ist. Der Fakultätsrat hat beschlossen, Dissertationen vor dem Einreichen im Promotionsbüro einer Plagiatsüberprüfung zu unterziehen. Die Eckpunkte:

  • Software: iThenticate, das aus demselben Haus stammt wie Turnitin und auf Fachliteratur und Verlagsdatenbanken spezialisiert ist.
  • Wer prüft: die MMRS. Die Arbeiten müssen vor dem Einreichen zur Begutachtung per E-Mail dorthin geschickt werden. Die Betreuenden bekommen das Ergebnis, führen die Prüfung aber nicht selbst durch.
  • Zeitpunkt: vor der Einreichung im Promotionsbüro — die Prüfung ist also eine Voraussetzung des Verfahrens, kein Schritt danach.
  • Schwellenwert: keiner.

Planen Sie diesen Schritt als eigenen Block ein. Er kommt vor der Einreichung, und die Einreichung hat ihre eigenen Fristen.

Was die LMU selbst zur Prozentzahl sagt

Die Hinweise der Medizinischen Fakultät enthalten einen Satz, der die häufigste Frage zu diesem Thema beantwortet, und zwar aus dem Mund der Universität selbst:

„Die Prozentzahl selbst sagt nicht automatisch etwas darüber aus, ob in der Dissertation plagiiert wurde.“

Das ist präziser, als man es in Foren findet, und es deckt sich mit der Funktionsweise der Software: Der Bericht misst Textübereinstimmung. Ein korrekt zitierter Absatz erhöht den Wert, eine nicht belegte Umformulierung erhöht ihn nicht. Wir haben das ausführlich in Wie viel Prozent Plagiat sind erlaubt? auseinandergenommen — die kurze Fassung: Sehen Sie sich die Treffer an, nicht die Zahl.

Konsequenzen: Kontoauszug und kein Wiederholungsversuch

Die Folgen sind an der LMU nicht härter als anderswo, aber zwei davon werden regelmäßig unterschätzt:

  • Kein direkter Wiederholungsversuch. Wurde eine Prüfung wegen eines Täuschungsversuchs mit „nicht bestanden“ bewertet, ist der unmittelbare Wiederholungsversuch ausgeschlossen. Das kostet in der Regel ein Semester.
  • Vermerk im Kontoauszug. Täuschung, Täuschungsversuch oder Plagiat werden dort vermerkt — der Vorgang verschwindet also nicht mit der Note.
  • Ausschluss von weiteren Prüfungen. Bei schwerer oder wiederholter Täuschung sehen die Prüfungs- und Studienordnungen den Ausschluss von einzelnen oder allen weiteren Modulteilprüfungen vor.
  • Abstufung nach Verschulden. Weitere Maßnahmen richten sich nach Verschulden, Beweggründen und bisherigem Verhalten sowie nach Umfang und Wichtigkeit der berührten Interessen der Universität. Ein Zitationsfehler und ein gekauftes Kapitel werden nicht gleich behandelt — was in einem Verfahren Ihr wichtigstes Argument sein kann.

Wie ein Täuschungsvorwurf überhaupt nachgewiesen wird, ist im Übrigen gerichtlich geklärt: Das Verwaltungsgericht München hat sich in einem veröffentlichten Beschluss (M 3 E 21.1180) mit dem Nachweis eines Täuschungsversuchs im Wege des Anscheinsbeweises befasst. Für Betroffene heißt das vor allem, dass die eigene Dokumentation zählt — dazu unser Text zum Plagiats- oder KI-Vorwurf.

KI-Nutzung an der LMU

Die LMU ist eine bayerische staatliche Hochschule, damit gilt der Rahmen, den wir in KI-Regeln an bayerischen Hochschulen ausführlich darstellen: ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel, ein Täuschungsversuch liegt bereits bei einer Täuschung über die Eigenständigkeit vor, und ein Verstoß gegen die unterschriebene Eigenständigkeitserklärung kann nach § 156 StGB relevant werden.

Die LMU ist in dem Gutachten sogar namentlich als Beispiel angeführt: Nach § 30 Abs. 1 der Prüfungs- und Studienordnung für den Masterstudiengang Informatik wird bei „Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel“ mit „nicht bestanden“ bewertet. Eine eigene KI-Klausel braucht es dafür nicht.

Auf der Ebene der Erklärung ist die Entwicklung erkennbar: Verlangt wird inzwischen vielfach eine Versicherung, dass die Arbeit selbstständig verfasst wurde, nur die angegebenen Quellen verwendet wurden und keine KI-generierten Textpassagen enthalten sind. Prüfen Sie das Formular Ihres Prüfungsamts im Wortlaut — Formulierungen und Varianten stehen in unserer Anleitung zur eidesstattlichen Erklärung.

Quellen

Geprüft am 3. September 2026. Die LMU regelt dezentral; maßgeblich ist immer die Vorgabe Ihrer Fakultät.

Diese Seite ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihre Prüfungsordnung und die Auskunft Ihres Prüfungsamts.

Häufig gestellte Fragen

Welche Plagiatssoftware nutzt die LMU München?

Es gibt keine einheitliche Antwort, und das ist der wichtigste Punkt: Die LMU prüft dezentral. Je nach Fakultät kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz; genannt wurden unter anderem iThenticate, Turnitin, Ephorus, Docoloc und Urkund. Für Dissertationen der Medizinischen Fakultät ist iThenticate vorgeschrieben. Für Ihren Studiengang gilt die Ansage Ihres Prüfungsamts, nicht eine universitätsweite Regel.

Wird meine Bachelorarbeit an der LMU auf Plagiate geprüft?

Das entscheidet Ihre Fakultät. Anders als etwa an der Universität Wien, wo eine zentrale Prüfung Bachelorarbeiten ausdrücklich ausnimmt, gibt es an der LMU keine universitätsweite Regelung, die das für alle Fächer beantwortet. Einzelne Institute prüfen jede eingereichte Arbeit mit Software und verlangen die digitale Abgabe genau zu diesem Zweck. Fragen Sie im Zweifel Ihr Prüfungsamt.

Wer führt die Plagiatsprüfung bei Dissertationen der Medizin durch?

Nicht Sie und nicht Ihre Betreuung, sondern eine Stelle der Fakultät: Die Arbeiten müssen vor dem Einreichen zur Begutachtung per E-Mail an die MMRS geschickt werden, die die Analyse durchführt. Die Betreuenden erhalten das Ergebnis, führen die Prüfung aber nicht selbst durch. Der Fakultätsrat hat diese Prüfung vor Einreichung im Promotionsbüro verbindlich beschlossen.

Was passiert nach einem Täuschungsversuch an der LMU?

Die Prüfungsleistung wird mit „nicht bestanden“ bewertet, und ein direkter Wiederholungsversuch ist ausgeschlossen. Der Vorgang wird im Kontoauszug vermerkt. Bei schwerer oder wiederholter Täuschung ist nach den Prüfungs- und Studienordnungen der Ausschluss von einzelnen oder allen weiteren Modulteilprüfungen möglich. Das weitere Vorgehen richtet sich nach Verschulden, Beweggründen und bisherigem Verhalten.

Ab wie viel Prozent gilt eine Arbeit an der LMU als Plagiat?

Es gibt keine Grenze, und die LMU sagt das selbst. In den Hinweisen der Medizinischen Fakultät heißt es ausdrücklich: „Die Prozentzahl selbst sagt nicht automatisch etwas darüber aus, ob in der Dissertation plagiiert wurde.“ Der Bericht ist ein Werkzeug für die inhaltliche Prüfung, kein Urteil — jede Markierung wird einzeln bewertet.

Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos

Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.