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Plagiatsprüfung Uni Bamberg: was öffentlich belegt ist

|7 min Lesezeit

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Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

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Die kurze Antwort

Welche Plagiatssoftware die Universität Bamberg einsetzt, ist öffentlich nicht dokumentiert. Belegt ist dagegen fakultätsgenau, wo die digitale Abgabe verpflichtend ist — und in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik sind Abschlussarbeiten ausdrücklich gebunden abzugeben. Für KI gilt der bayerische Rahmen: ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel.

Welche Software? Der ehrliche Stand

Die belastbarste öffentliche Quelle zu dieser Frage ist eine Schriftliche Anfrage im Bayerischen Landtag, in der die Staatsregierung die eingesetzten Systeme Hochschule für Hochschule aufgelistet hat. Turnitin wird dort Augsburg, Bayreuth, LMU München, TU München und Würzburg zugeordnet, PlagScan unter anderem Erlangen-Nürnberg und Passau, Docoloc unter anderem Regensburg.

Bamberg taucht in dieser Aufzählung nicht auf.

Daraus lässt sich zweierlei ableiten und ein Drittes ausdrücklich nicht. Ableiten lässt sich: Es gibt keine öffentliche Bestätigung, dass Bamberg Turnitin nutzt. Und: Die Antwort hält zugleich fest, dass Softwarelösungen zur Erkennung von Plagiaten an allen bayerischen Universitäten eingesetzt werden — die namentliche Zuordnung ist also unvollständig, nicht die Praxis.

Nicht ableiten lässt sich, dass in Bamberg nicht geprüft wird. Wer Ihnen das erzählt, liest aus einer Lücke im Dokument eine Aussage heraus, die dort nicht steht. Die verbindliche Auskunft bekommen Sie von Ihrem Prüfungsamt oder aus dem Merkblatt Ihres Lehrstuhls — eine Mail mit einer Zeile genügt.

Digitale Abgabe, Fakultät für Fakultät

Hier ist die Quellenlage dafür ungewöhnlich präzise. Für Bamberg gilt:

  • Abschlussarbeiten — auch digital abzugeben an den Fakultäten Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Ausnahme: der Masterstudiengang Survey-Statistik.
  • Abschlussarbeiten — in gebundener Form in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.
  • Dissertationen — auch digital an den Fakultäten Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften und in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik.

Die Umkehrung in der Fakultät Wirtschaftsinformatik ist kein Schreibfehler: gebunden bei Abschlussarbeiten, digital bei Dissertationen. Prüfen Sie die für Sie geltende Fassung, bevor Sie drucken lassen — das ist eine der wenigen Regeln in dieser Serie, deren Missachtung Sie direkt Geld kostet.

Was die Abgabeform verrät

Die Abgabeform ist ein brauchbarer Indikator, aber ein schwacher Beweis. Wo eine Datei verlangt wird, ist eine maschinelle Prüfung technisch möglich und in aller Regel auch der Grund für die Anforderung. Wo gebunden abgegeben wird, ist sie es zunächst nicht.

Zwei Einschränkungen dazu. Erstens können Prüfende eine digitale Fassung jederzeit gesondert anfordern, und tun das bei einem konkreten Verdacht auch. Zweitens ändert die Abgabeform nichts am Maßstab: Die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis gelten unabhängig davon, ob Software eingesetzt wird. Ein Plagiat bleibt eines, auch wenn niemand es automatisiert sucht.

Und in die andere Richtung: Auch wo geprüft wird, ist der Ähnlichkeitswert kein Urteil. Was er tatsächlich misst — und warum 20 % harmlos und 3 % ein Plagiat sein können — steht in Wie viel Prozent Plagiat sind erlaubt?

KI-Nutzung in Bamberg

Bamberg ist eine bayerische staatliche Universität. Es gilt daher derselbe Rahmen wie an LMU, TUM, Würzburg und Bayreuth, ausführlich in KI-Regeln an bayerischen Hochschulen:

  • ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel — eine ausdrückliche Verbotsklausel in der Prüfungsordnung braucht es dafür nicht.
  • Ein Täuschungsversuch liegt bereits vor, wenn über die Eigenständigkeit der Leistung oder die Autorenschaft getäuscht wird.
  • Eine falsche Eigenständigkeitserklärung kann nach § 156 StGB relevant werden.

Für Bamberg besonders relevant, weil ein Teil der Arbeiten gebunden abgegeben wird: Die Frage der KI-Nutzung hängt nicht an der Software. Sie hängt an Ihrer Erklärung und an dem, was Sie Ihrer Betreuung gesagt haben. Eine Prüfung, die nicht stattfindet, ändert daran nichts — Formulierungen für die Offenlegung stehen in unserer Anleitung zur eidesstattlichen Erklärung.

Quellen

Geprüft am 3. September 2026. Die Angaben zur Abgabeform stammen aus einer Landtagsauskunft von 2019 und können sich geändert haben.

Diese Seite ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihre Prüfungsordnung und die Auskunft Ihres Prüfungsamts.

Häufig gestellte Fragen

Nutzt die Universität Bamberg Turnitin?

Das lässt sich öffentlich nicht belegen. In der Antwort der Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage im Bayerischen Landtag, die die eingesetzte Plagiatssoftware Hochschule für Hochschule aufführt, ist Bamberg unter keinem der genannten Produkte aufgeführt — anders als Bayreuth, Würzburg, LMU oder TUM. Das ist kein Beleg dafür, dass nicht geprüft wird: Die Antwort hält fest, dass Softwarelösungen an allen bayerischen Universitäten eingesetzt werden. Es heißt nur, dass die Zuordnung für Bamberg nicht öffentlich dokumentiert ist. Fragen Sie Ihr Prüfungsamt.

Muss ich meine Abschlussarbeit in Bamberg digital abgeben?

Das hängt von Ihrer Fakultät ab, und Bamberg ist hier besonders kleinteilig geregelt. Abschlussarbeiten sind an den Fakultäten Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auch digital abzugeben — mit Ausnahme des Masterstudiengangs Survey-Statistik. In der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik sind Abschlussarbeiten dagegen in gebundener Form abzugeben.

Und bei Dissertationen?

Dissertationen sind an den Fakultäten Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften und in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik auch digital einzureichen. Bemerkenswert ist die Umkehrung: Dieselbe Fakultät, die bei Abschlussarbeiten die gebundene Form verlangt, verlangt bei Dissertationen die digitale.

Heißt gebundene Abgabe, dass nicht geprüft wird?

Nein. Es heißt nur, dass eine maschinelle Prüfung nicht automatisch möglich ist, weil keine Datei vorliegt. Prüfende können eine digitale Fassung gesondert anfordern, und die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis gelten unabhängig davon, ob Software zum Einsatz kommt. Der Maßstab ändert sich nicht mit der Abgabeform — nur das Verfahren.

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Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

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