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Plagiatsprüfung Uni Regensburg: Docoloc, Google Scholar, Picapica

|8 min Lesezeit

Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos

Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.

Die kurze Antwort

Für die Universität Regensburg sind drei Werkzeuge dokumentiert: Docoloc als Plagiatssoftware sowie Google Scholar und Picapica als Suchwerkzeuge. Die digitale Abgabe von Abschlussarbeiten ist verpflichtend; bei Dissertationen war sie nur teilweise geregelt und wurde angepasst. Für KI gilt der bayerische Rahmen: ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel.

Regensburg ist damit ein interessanter Sonderfall. Die meisten Universitäten nennen ein oder zwei kommerzielle Systeme. Hier steht neben der Software ausdrücklich, dass auch frei verfügbare Werkzeuge eingesetzt werden — und das verändert, was Sie erwarten sollten.

Drei Werkzeuge, drei Logiken

  • Docoloc — eine klassische Plagiatssoftware. Sie vergleicht den eingereichten Text automatisiert gegen Internetquellen und liefert einen Bericht mit markierten Fundstellen.
  • Google Scholar — kein Prüfsystem, sondern eine Literatursuche. Prüfende setzen sie gezielt ein: Ein auffälliger Satz in Anführungszeichen, und veröffentlichte Quellen tauchen auf.
  • Picapica — ein frei verfügbarer Plagiatsdienst aus dem Hochschulumfeld, der auf Textähnlichkeit prüft.

Dass Regensburg als einzige Universität in dieser Aufstellung auch Google Scholar und Picapica nennt, ist keine Schwäche, sondern eine andere Praxis. Die Staatsregierung merkt in derselben Antwort an, dass der Einsatz von Plagiatssoftware generell Grenzen hat — und eine gezielte Suche durch einen Menschen, der das Fachgebiet kennt, findet Dinge, die ein automatischer Bericht übersieht.

Zur Datierung:Die Auskunft ist vom 17. Juli 2019. Der Markt hat sich seitdem konsolidiert. Welches System heute läuft, sagt Ihnen Ihr Prüfungsamt.

Warum die manuelle Suche zuerst kommt

Das ist der praktisch wichtigste Punkt dieser Seite, und er gilt weit über Regensburg hinaus. Wenn eine Betreuerin beim Lesen stutzt — weil ein Absatz plötzlich anders klingt als der Rest —, dann ist der erste Schritt nicht ein Prüfsystem. Der erste Schritt ist ein Satz in Anführungszeichen in einer Suchmaschine.

Daraus folgen zwei Dinge, die man selten so deutlich liest:

  • Ein sauberer Softwarebericht schützt nicht. Er sagt nichts über Passagen, die von einem Menschen gefunden werden, weil sie stilistisch herausfallen.
  • Der häufigste Auslöser ist Stil, nicht Statistik. Ein Bruch im Ton innerhalb eines Kapitels ist der Grund, warum überhaupt gesucht wird. Das gilt für abgeschriebene ebenso wie für generierte Passagen — und es ist der Grund, warum es sich lohnt, die eigene Arbeit vor der Abgabe einmal am Stück laut zu lesen.

Zur Einordnung von Prozentwerten, die aus solchen Werkzeugen herausfallen: Wie viel Prozent Plagiat sind erlaubt?

Abgabe und Promotionsordnungen

  • Abschlussarbeiten: digitale Einreichung verpflichtend.
  • Dissertationen: teilweise — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Promotionsordnungen angepasst werden.

Der zweite Punkt ist ein Beispiel dafür, warum diese Serie jede Angabe datiert. „Wird angepasst“ war 2019 der Stand; heute ist die Anpassung vermutlich erfolgt. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf diese Seite, sondern auf die aktuelle Fassung Ihrer Promotionsordnung — bei Dissertationen ist das ohnehin das Dokument, das Sie ganz gelesen haben sollten.

Regensburg gehört im Übrigen zu den Universitäten, an denen laut derselben Auskunft Schulungen zur Plagiatsprävention stattfinden.

KI-Nutzung in Regensburg

Regensburg ist eine bayerische staatliche Universität; es gilt der Rahmen aus KI-Regeln an bayerischen Hochschulen. Kurz:

  • ChatGPT ist kein zugelassenes Hilfsmittel.
  • Ein Täuschungsversuch liegt bereits bei einer Täuschung über die Eigenständigkeit oder die Autorenschaft vor.
  • Eine falsche Eigenständigkeitserklärung kann nach § 156 StGB relevant werden.

Für Regensburg mit besonderem Gewicht: Weil hier ausdrücklich auch manuell gesucht wird, ist die Vorstellung, ein unauffälliger Softwarebericht sei ein Freibrief, besonders unzuverlässig. Generierte Texte erzeugen ohnehin kaum Übereinstimmung — auffällig werden sie durch Stil und durch Rückfragen. Legen Sie offen, was Sie genutzt haben; Formulierungen stehen in unserer Anleitung zur eidesstattlichen Erklärung.

Quellen

Geprüft am 3. September 2026. Angaben mit Stand 2019.

Diese Seite ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihre Prüfungsordnung und die Auskunft Ihres Prüfungsamts.

Häufig gestellte Fragen

Welche Plagiatssoftware nutzt die Universität Regensburg?

Nach der Auskunft der Staatsregierung an den Bayerischen Landtag sind für Regensburg drei Werkzeuge genannt: Docoloc als eigentliche Plagiatssoftware sowie Google Scholar und Picapica. Die letzten beiden sind keine Prüfsysteme im engeren Sinn, sondern Suchwerkzeuge — Regensburg ist damit die einzige bayerische Universität in dieser Aufstellung, deren Nennung ausdrücklich auch freie und manuelle Methoden umfasst. Die Auskunft stammt von 2019.

Ist eine Prüfung mit Google Scholar überhaupt wirksam?

Für den häufigsten Fall ja, und das wird regelmäßig unterschätzt. Wer einen auffälligen Satz in Anführungszeichen bei Google Scholar sucht, findet abgeschriebene Passagen aus veröffentlichter Literatur oft in Sekunden — es ist die Methode, zu der Prüfende bei einem konkreten Verdacht zuerst greifen. Was sie nicht leistet: eine systematische Vollprüfung und den Abgleich mit nicht öffentlichen studentischen Arbeiten.

Muss ich meine Arbeit in Regensburg digital abgeben?

Für Abschlussarbeiten wurde die digitale Einreichung als verpflichtend angegeben. Bei Dissertationen lautete die Antwort „Teilweise“ mit dem Zusatz, dass die Promotionsordnungen diesbezüglich angepasst werden — das war 2019 ausdrücklich ein laufender Prozess. Prüfen Sie deshalb die aktuelle Fassung der für Sie geltenden Promotionsordnung, statt sich auf eine ältere Angabe zu verlassen.

Ab wie viel Prozent wird es kritisch?

Es gibt keine veröffentlichte Grenze. Bei einem Werkzeugmix wie in Regensburg ist die Frage ohnehin schief gestellt: Eine gezielte Phrasensuche liefert überhaupt keinen Prozentwert, sondern einen Treffer oder keinen. Entscheidend ist, ob jede Übernahme belegt ist — nicht, welche Zahl ein Bericht ausweist.

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Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

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