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Welche Unis Citavi abschalten: die Liste der Campuslizenzen (Stand August 2026)

|9 Min. Lesezeit

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Stand dieser Seite

Stand: 16. August 2026. Diese Seite wird gepflegt. Sie sammelt an einer Stelle, was sonst über einige Dutzend Bibliotheksmeldungen verstreut ist: welche deutschsprachige Hochschule ihre Citavi-Campuslizenz wann beendet, was sie stattdessen empfiehlt und mit welcher Begründung.

Eine Warnung vorweg, die für die gesamte Seite gilt: Termine verschieben sich. Verträge werden ein letztes Mal verlängert, andere enden früher als angekündigt, und einzelne Fakultäten kaufen eigene Lizenzen dazu. Verbindlich ist immer nur die Seite deiner eigenen Bibliothek, meist unter „Literaturverwaltung“ oder in den aktuellen Meldungen. Nutze diese Liste, um zu wissen, wonach du suchen musst, nicht als Ersatz für diese Suche.

Bestätigte Abschaltungen, mit Datum

In der ersten Tabelle steht, was die Einrichtungen selbst angekündigt haben – über eine Meldung der Bibliothek, eine Umstiegsseite oder eine Pressemitteilung.

EinrichtungLizenz endetEmpfehlung
BTU Cottbus-Senftenberg30.11.2023 (vorbei)Zotero
Alle Universitätsbibliotheken in Baden-Württemberg (gemeinsamer Ausstieg)31.03.2024 (vorbei)hochschulabhängig, überwiegend Zotero
DHBW (Baden-Württemberg)nach dem BW-AusstiegZotero
TU Berlin30.11.2024 (vorbei)keine Festlegung
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg31.01.2025 (vorbei), ausdrücklich „wird nicht verlängert“keine Festlegung
Universität Greifswald31.05.2025 (vorbei)Zotero
Jade Hochschule01.09.2026Zotero
Ruhr-Universität Bochum30.09.2026Zotero oder EndNote
Universität Göttingen30.11.2026Zotero
Universität Münster (ULB)31.12.2026Zotero
PH Freiburg31.03.2027, Migration in PlanungZotero
Universität Konstanz (KIM)Umstiegsseite online, Termin dortZotero
HTWG KonstanzÜbergangsseite onlineZotero
HAWK Hildesheim/Holzminden/GöttingenUmstieg angekündigtZotero
Hochschule RheinMainUmstiegsseite onlineZotero

Das sind fünfzehn bestätigte Einrichtungen, und in vierzehn von fünfzehn Fällen heißt die Empfehlung Zotero. Wenn du dich fragst, worauf du dich vorbereiten sollst: darauf.

Weitere Hochschulen mit auslaufender Lizenz 2026 bis 2028

Diese zweite Liste ist weniger sicher, und wir sagen das deutlich. Die Termine stammen aus einer Sammelerhebung zur Citavi-Nutzung an Hochschulen, nicht jeweils aus einer eigenen Ankündigung der Bibliothek. Ein Vertragsende ist außerdem nicht dasselbe wie eine Entscheidung: Jede dieser Hochschulen kann verlängern. Sie tut es nur unter demselben Kostendruck wie alle anderen.

EinrichtungLizenz endet laut Erhebung
Universität Augsburg31.01.2026 (vorbei)
RWTH Aachen28.02.2026 (vorbei)
HU Berlin01.05.2026 (vorbei)
WU Wien31.05.2026 (vorbei)
FH Südwestfalen31.08.2026
TU Darmstadt30.09.2026
TU Dresden30.11.2026
HTWK Leipzig30.11.2026
TU Dortmund31.12.2026
Leibniz Universität Hannover31.12.2026
Frankfurt University of Applied Sciences31.12.2026
RPTU Kaiserslautern-LandauEnde 2026

Die Erhebung führt insgesamt rund dreißig weitere Hochschulen mit Vertragsenden zwischen 2026 und 2028. Wenn deine Hochschule hier nicht auftaucht, heißt das nicht, dass sie bleibt. Es heißt, dass wir ihren Termin nicht kennen.

Warum die Bibliotheken aussteigen

Das Bemerkenswerte an diesen Ankündigungen ist, wie ähnlich sie klingen. Es sind unabhängige Einrichtungen mit eigenen Etats und eigenen Gremien, und sie nennen fast dieselben vier Punkte.

Die Ruhr-Universität Bochum begründet den Ausstieg mit:

starken Preissteigerungen in den vergangenen Jahren, einer einseitigen Produktentwicklung und einer nachlassenden Supportqualität seit dem Eigentümerwechsel

Die Jade Hochschule schreibt, der Anbieter habe:

die Vertragsbedingungen zuungunsten der Hochschule geändert; Servicequalität und Zuverlässigkeit hätten nachgelassen, die Lizenzkosten seien gestiegen

Der gemeinsame Ausstieg der baden-württembergischen Universitätsbibliotheken 2024 nannte einen drastischen Rückgang beim Support, angekündigte massive Preiserhöhungen und eine unklare Datenschutzlage.

Der Eigentümerwechsel, auf den sich mehrere Meldungen beziehen, ist gut dokumentiert: Citavi wurde von Swiss Academic Software entwickelt, ging an QSR International und gehört heute zu Lumivero. Man muss daraus keine Verschwörung machen. Man kann schlicht feststellen, dass dieselbe Beobachtung an sehr vielen unterschiedlichen Orten gemacht wurde.

Der Datenschutzpunkt verdient eine eigene Erklärung, weil er für dich als Nutzerin oder Nutzer am wenigsten sichtbar ist. Sobald ein Programm Projekte in einer Cloud speichert, muss die Hochschule prüfen, wo diese Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und auf welcher Rechtsgrundlage. Bleibt das unklar, kann eine Bibliothek das Produkt nicht guten Gewissens flächendeckend empfehlen – unabhängig davon, wie gut es funktioniert. Das ist einer der Gründe, warum die Entscheidungen so gleichförmig ausfallen: Es ist nicht nur eine Geschmacksfrage, es ist eine Compliance-Frage.

Für dich ist an dieser Aufzählung vor allem eines relevant: Keiner der genannten Gründe verschwindet von selbst. Eine Hochschule, die dieses Jahr verlängert hat, steht nächstes Jahr vor derselben Rechnung. Wenn du also gerade anfängst, ist Citavi auch dann keine gute Wette, wenn deine Lizenz aktuell noch läuft.

Der Punkt, der am meisten sagt: v6 statt v7

Es gibt ein Detail, das mehr über die Lage aussagt als jede Preisdiskussion. Mehrere Bibliotheken empfehlen ihren Nutzerinnen und Nutzern weiterhin Citavi 6 statt Citavi 7, weil sie Version 7 als instabil einschätzen. Dazu gehören die TU Braunschweig, die Hochschule Düsseldorf, Münster und Paderborn.

Das ist ungewöhnlich. Es bedeutet, dass institutionelle Kunden ihren eigenen Angehörigen von der aktuellen Version des Produkts abraten, für das sie bezahlen. Für dich hat das eine praktische Folge: Wenn bei dir Citavi 6 stabil läuft, gibt es wenig Grund, kurz vor dem Lizenzende noch auf Version 7 zu wechseln. Prüfe aber, was deine eigene Bibliothek sagt, denn die Empfehlungen sind nicht überall gleich.

Woran du erkennst, dass deine Hochschule als Nächstes dran ist

Bibliotheken kündigen das Ende einer Campuslizenz selten aus dem Nichts an. Vorher gibt es Signale, und die kannst du in fünf Minuten selbst nachsehen. Wenn zwei oder mehr davon zutreffen, würden wir an deiner Stelle mit dem Sichern nicht bis zur Rundmail warten.

  • Auf der Literaturverwaltungsseite steht Zotero vor Citavi oder Zotero hat plötzlich eine eigene Unterseite. Die Reihenfolge auf solchen Seiten ist selten zufällig.
  • Neue Schulungstermine gibt es nur noch für Zotero.Kursprogramme werden ein Semester im Voraus geplant – sie zeigen die Entscheidung oft früher als die Meldung.
  • Es gibt eine Umstiegs- oder Vergleichsseite Citavi / Zotero. Bei fast allen Häusern aus der ersten Tabelle kam diese Seite vor der offiziellen Ankündigung.
  • Die Lizenz wurde zuletzt nur kurz verlängert, etwa um ein Jahr statt um die übliche Laufzeit, oder die Meldung enthält die Formulierung einer letztmaligen Verlängerung.
  • Die Bibliothek empfiehlt weiterhin Citavi 6 statt 7. Das ist kein Beweis, aber es zeigt, wie das Haus das Produkt aktuell bewertet.

Keines dieser Signale ist eine Ankündigung, und keines sollte dich mitten in der Schreibphase zu einem überstürzten Umzug bringen. Sie sind ein Grund, deine Daten zu sichern – und das Sichern kostet dich zwei Stunden, unabhängig davon, ob die Lizenz am Ende doch verlängert wird.

Was du daraus für dich ableitest

Wenn deine Hochschule oben steht, ist die Reihenfolge wichtiger als die Eile. Zuerst kommt das, was nur mit laufender Lizenz geht: Cloud-Projekte lokal speichern, Volltexte sichern, Wissenselemente in ein lesbares Dokument exportieren. Erst danach der Umzug nach Zotero. Den vollständigen Ablauf mit allen sieben Schritten haben wir hier aufgeschrieben: Deine Uni schaltet Citavi ab – was du sofort sichern musst.

Der teuerste Einzelposten steckt nicht in der Literaturverwaltung, sondern in deinem Word-Dokument: Nachweise, die du über das Word-Add-In oder den Citavi Assistant eingefügt hast, wandern nicht nach Zotero mit. Das räumt die Umstiegsanleitung der Universität Münster selbst ein. Wie du sie rettest, steht unter Citavi-Zitate in Word retten.

Und wenn deine Hochschule nicht auf dieser Seite steht: Setz dir trotzdem eine Erinnerung, einmal im Semester auf der Bibliotheksseite nachzusehen. Die meisten Häuser kündigen genau einmal an.

Fehlt deine Hochschule? Korrigier uns

Diese Liste ist unvollständig, und sie ist an dem Tag veraltet, an dem die nächste Bibliothek etwas beschließt. Wenn deine Hochschule fehlt, ein Datum sich geändert hat oder eine Empfehlung anders lautet als hier: Schick uns den Link zur Meldung deiner Bibliothek. Wir tragen es nach und aktualisieren das Standdatum oben.

Am hilfreichsten sind Angaben mit Quelle – also die Adresse der Bibliotheksseite oder der Ankündigung, nicht nur der Name der Hochschule. Ein falsches Datum auf einer Seite über Fristen ist schlechter als gar kein Eintrag.

Eine ehrliche Frage zum Schluss

Was uns an dieser ganzen Welle am meisten beschäftigt, ist nicht der Anbieterwechsel. Es ist, dass Zehntausende Studierende mitten in einer Abschlussarbeit ihre Quellensammlung umziehen müssen und dabei ausgerechnet den deutschen Fußnotenstil verlieren, den ihr Lehrstuhl verlangt.

Wir haben dafür keine Lösung gebaut und versprechen hier auch keine. Aber wir würden gern wissen: Wäre ein Import, der ein Citavi-Projekt einliest und deinen deutschen Fußnotenstil dabei behält, für dich der Unterschied – oder liegt dein eigentliches Problem woanders? Sag uns, was in deinem Fall am meisten Zeit kostet.

Häufig gestellte Fragen

Wird Citavi komplett eingestellt?

Nein. Das Programm gibt es weiterhin und es wird weiterhin verkauft. Was endet, sind die Campuslizenzen deutscher Hochschulen, also der kostenlose Zugang für Studierende und Beschäftigte. Wer danach weiterarbeiten will, braucht eine eigene, kostenpflichtige Lizenz.

Wann endet die Citavi-Lizenz an der Ruhr-Universität Bochum?

Zum 30. September 2026. Die RUB empfiehlt als Nachfolger Zotero oder EndNote und weist ausdrücklich darauf hin, dass Projekte ohne gültige Lizenz danach nicht mehr geöffnet oder bearbeitet werden können. Wer dort ein laufendes Projekt hat, sollte vor diesem Datum exportieren.

Warum steigen so viele Bibliotheken gleichzeitig aus?

Die genannten Gründe ähneln sich auffällig: starke Preissteigerungen, eine einseitige Produktentwicklung, spürbar nachlassender Support seit dem Eigentümerwechsel und eine als unklar bewertete Datenschutzlage. Die Verträge laufen zu unterschiedlichen Terminen aus, deshalb verteilt sich der Ausstieg über mehrere Jahre statt auf ein Datum.

Wem gehört Citavi heute?

Citavi wurde ursprünglich von Swiss Academic Software entwickelt, ging dann an QSR International und gehört inzwischen zu Lumivero. Mehrere Bibliotheken nennen genau diesen Eigentümerwechsel als Zeitpunkt, ab dem Support und Preisentwicklung sich verschlechtert haben.

Soll ich Citavi 6 oder Citavi 7 nutzen?

Mehrere Hochschulbibliotheken, darunter TU Braunschweig, HS Düsseldorf, Münster und Paderborn, empfehlen weiterhin Version 6 statt Version 7, weil sie Version 7 als instabil einschätzen. Wenn du noch mit Citavi arbeitest und Version 6 läuft, gibt es wenig Grund zu wechseln. Prüfe aber, was deine eigene Bibliothek empfiehlt.

Wie aktuell ist diese Liste?

Sie hat den Stand vom 16. August 2026 und wird aktualisiert, sobald uns Änderungen bekannt werden. Termine verschieben sich trotzdem, weil Verträge kurzfristig verlängert oder früher beendet werden. Für dein persönliches Enddatum gilt immer die Seite deiner eigenen Bibliothek.

Prüfe deine Arbeit auf KI-Text — kostenlos

Die ersten 1.500 Wörter kostenlos, ohne Anmeldung. Bei jedem Ergebnis steht, wie oft dieses Urteil bei nachweislich menschlich geschriebenen Texten falsch liegt — das veröffentlicht sonst niemand.

Wir bauen gerade einen Schreibarbeitsplatz: dein Word- oder LaTeX-Dokument, deine PDFs daneben und ein Assistent, der nur belegen kann, was wirklich darin steht — ansehen und vormerken.